Wie du aufhörst, dich mit anderen zu vergleichen – und anfängst das Leben zu lieben

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Wie Social Media deine Selbstwahrnehmung beeinflusst – und die Meinung von Massen macht

Jedem, der sich bereits seit längerem mit dem Thema Fitness beschäftigt und selber sportlich aktiv ist, dürfte aufgefallen sein, dass sich innerhalb der Szene ein gewisser Standard bezüglich der Attraktivität entwickelt hat. Die Grenze, ab der man in Social Media Kreisen als attraktiv angesehen wird, bewegt sich immer weiter nach oben. Postet jemand in einer Facebook-Gruppe des Themas Fitness und Ernährung einmal ein Bild von seiner Form, und er hat keine Oberarme so groß wie sein Kopf, wird er häufig schnell von der Allgemeinheit diffamiert. Während er in den Augen der breiten Bevölkerung als sportlich und attraktiv angesehen würde, erscheinen bei Facebook Kommentare wie: „Geh erstmal trainieren“. Während nur ein geringer Prozentsatz der Mitglieder derartiger Gruppen überhaupt Kommentare hinterlässt, dabei überwiegend Personen, die bereits sehr fortgeschritten sind, schweigt die Masse, mit dem Wissen, dass sie den Maßstäben der Szene sowieso nicht gerecht werden kann.

 

Auch wenn man bei Instagram unterwegs ist, bekommt man immer häufiger das Gefühl, dass sich die Ideale laufend weiter ins Extrem verschieben. In einen Bereich, den man als Anfänger vielleicht längst nicht mehr als attraktiv empfindet. Die Likes und Follows sprechen eine eindeutige Sprache. Je muskulöser, desto besser. Je dicker der Hintern, desto populärer. Dabei hat man das Gefühl, dass es nach oben keine Grenze gibt.

 

Selbstsabotage durch ständiges Vergleichen

Die Folge spürt man vor Allem am Selbstwertgefühl, denn der Blick auf den eigenen Körper wird immer kritischer. Während man vor ein paar Tagen noch zufreiden mit sich war, stellt man seine Fortschritte jetzt in Frage. Und damit das ganze Projekt. Denn man vergleicht sich stets mit extremen Idealen. Das Problem dabei ist, dass man sich auf diese Weise selbst sabotiert. Denn egal wie fortgeschritten du bist, du vergleichst dich stets mit dem Besseren. Die Stimmen in deinem Kopf werden lauter, die dir sagen, dass du scheitern wirst, weil du einen derartig „krassen Körper“ niemals erreichen kannst. Sodass negative Glaubenssätze umso stärker werden. Und dir damit die wichtigste Vorraussetzung zum Erfolg verbauen. Deinen Glauben an dich selbst.

Da du nichts an dem Verhalten deiner Mitmenschen ändern kannst, solltest du dich fragen, was du aktiv an dir selbst ändern kannst. Wie schaffst du es, stets mit dir im Reinen zu sein, nicht in die Vergleichs-Spirale zu geraten und damit den Weg für deinen Erfolg zu ebnen?

 

Wie du alle Unsicherheiten – Größe, Gewicht, Aussehen – loswirst und lernst, das Leben zu lieben

Jeder hat sie. Aber auch jeder. Vom Übergewichtigen „Normalo“ bis hin zum durchtrainierten Weltstar. Die Rede ist von Unsicherheiten. Auch wenn du es nicht glaubst, selbst oder gerade die Menschen, von denen man es am wenigsten erwartet, tragen große Unsicherheiten mit sich herum. Warum ist das so? Dazu später ein Beispiel, das auf den Stellenwert von Geld eingeht und in Puncto Attraktivität vergleichbar ist.

Jeder „normale“ Mensch, der kein besonderes Augenmerk auf die sportliche Pflege des Körpers legt, aber auch langfristig Aktive, würden viele der Fitnessgrößen im Markt optisch gesehen als nahezu perfekt bezeichnen. Die Rede ist von social Media Stars wie Sophia Thiel, Kayla Itsines, Alon Gabbay, Lazar Angelov, Simeon Panda, oder auch Filmstars, wie Brad Pitt in Fight Club, Chris Hemsworth in Thor, Jessica Alba in Fantastic 4, und und und. Doch beim Aufzählen dieser Persönlichkeiten wird bereits das erste große Problem deutlich:

 

Schönheit liegt im Auge des Betrachters!

Während die Eine nur schlank und „straff“ sein will, will die Andere maximalen Muskelaufbau erzielen, vor allem aber einen knackigen, dicken Hintern haben. Genauso wie manche Männer einen athletischen Körper anstreben und wieder andere so breit werden wollen, dass sie nicht mehr durch die Tür passen und der Bizeps die Größe einer Honigmelone hat, mit Adern so groß wie Ölpipelines. Da gehen die Vorbilder doch sehr weit auseinander.

Für diejenigen, die breiter als der Türsteher werden wollen, sind die Athleten dann bloß „Lappen“ und für die Frauen mit den fetten, knackigen Kisten sind die schlanken Frauen einfach nur untrainiert. Damit kommen wir zum nächsten Problem: Wenn du das eine Ziel erreicht hast, vergleichst du dich mit dem Nächsthöheren. Soweit so gut. Man entwickelt sich weiter und wächst über sich hinaus. Und was spricht dagegen, sich selbst in der Folge noch höhere Ziele zu stecken und sich noch weiter zu entwickeln? Theoretisch auf den ersten Blick nichts. Aber schnell kommen wir zu der Frage: Wann ist Schluss? Und vor allem: Wann bist du glücklich?

 

⇒ Zu dieser Thematik ein passendes Beispiel anhand deines monatlichen Einkommens:

Nehmen wir an, du verdienst im Monat 2000 Euro mit einer Bürotätigkeit. Jeden Freitag triffst du dich mit deinen Kumpels auf ein Bier. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass diese im Schnitt ähnlich viel verdienen, wie du. Der eine verdient weniger, der andere mehr. Der Punkt ist, dass wohl einer deiner Freunde mehr verdient. Spielt die Höhe deines Einkommens eine wichtige Rolle für dich, wird dich dieses Gefühl der Unterlegenheit beim Abend in der Kneipe unzufrieden machen, denn leider ist es in unserer heutigen Gesellschaft oft Thema.

Und wenn nicht in deinem Freundeskreis ein höher Verdienender ist, dann auf jeden Fall unter deinen Arbeitskollegen, einschließlich Vorgesetzten, es sei denn, du bist der Chef des Unternehmens höchstpersönlich. Bist du aber der Chef persönlich und verdienst (pauschale Größe für dieses Beispiel) 10.000 Euro im Monat, bist du zwar der Bestverdienendste des Unternehmens, aber hast höchstwahrscheinlich einen Freundeskreis aus Unternehmern, von denen garantiert wieder jemand mehr verdient, als du.

Sagen wir du wohnst somit in einer gehobeneren Nachbarschaft, in der (natürlich) jemand anderes mehr verdient als du. Hast du dann irgendwann ein Einkommen von mehreren Hunderttausend Euro im Jahr, wirst du dich mit Leuten vergleichen, die eine Million im Jahr machen. Machst du eine Million im Jahr, vergleichst du dich mit Leuten, die 50 Millionen Euro machen. Und so weiter.

Wie du siehst, gibt es bei diesem Spiel kein Ende, es sei denn du bist der reichste Mann der Erde. Und selbst dann wirst du niemals vollständig zufrieden mit dir sein. Weil Geld eben nicht alle Probleme löst. Genauso wie ein perfekter Körper. Vor allem, da Perfektion in Bezug auf Ästhetik im Auge des Betrachters liegt. Und weil der Fortschritt Grenzen kennt.

 

Der einzige Weg zu nachhaltigem Glück

Die einzige Art und Weise, wie du langfristig zufrieden und glücklich sein kannst, ist, indem du dich zunächst einmal so akzeptierst, wie du wirklich bist. Egal an welchem Punkt du stehst. Ob du schlank, oder stark übergewichtig bist. Betrachte dich im Spiegel und auf Bildern und versuche dabei, möglichst realistisch zu sein. Sehe die Dinge nicht schlimmer, als sie überhaupt sind. Und gestehe dir ein, dass auch du eine Ausstrahlung besitzt, die über deine „körperliche Hülle“ hinausgeht.

Überleg dir dann, was du gerne an deinem Äußeren ändern würdest und ob du überhaupt etwas ändern würdest. Treffe dann eine endgültige Entscheidung. Hebe deine Standards an! Und leite die notwendigen Schritte ein, um dieses Ziel zu erreichen. Mehr dazu, wie man sich richtig Ziele setzt und mit welchen Strategien du diese erreichst, lernst du in diesem Artikel.

Sei dir bewusst, dass du dein Ziel nur erreichst, wenn du die notwendigen Zwischenschritte gehst und ziehe aus dem absolvieren dieser Zwischenschritte deine Energie. Wie Konfuzius schon sagte:

„Der Weg ist das Ziel.“

Damit kommen wir zum zweiten Teil. Konzentriere dich auf den Weg zum Ziel und nicht auf das Ziel selbst. Der Mensch ist ein Wesen, das ständigem Fortschritt hinterherstrebt. Stillstand macht ihn langfristig unglücklich. Wie schon Tony Robbins sagte:

PROGRESS = HAPPINESS

 

 

Egal wie sehr du von einer Sache begeistert bist, sei es etwas Materielles, wie ein Auto, oder ein bestimmtes Trainingsziel, die Freude darüber wird nicht unbegrenzt anhalten. Viele, die sich vorgenommen haben, den Mount Everest zu besteigen, fallen nach Erreichen des Ziels in eine längere Depression, weil ihr höheres Ziel sich in Luft auflöst, dessen Erarbeitung ihnen das Gefühl der Erfüllung gab.

Statt ein bestimmtes Ziel oder Etappenziel als endgültig und als den heiligen Gral anzusehen, solltest du dir also vornehmen, dich weiterzuentwickeln und die beste Version von dir selbst zu entwickeln. Dafür hast du dein ganzes Leben Zeit. Sieh es als Erlebnis. Und als Herausforderung. Positive Gefühle soll vor allem das erfolgreiche Ausführen der notwendigen Maßnahmen hervorrufen, also zum Beispiel das Einhalten der notwendigen Trainingseinheiten oder das Einhalten der Kalorienbilanz. Auf diese Weise Konditionierst du dich nicht so, dass dein Glück von guten Ergebnissen abhängt, sondern von der notwendigen Arbeit. So gehst du sicher, dass du in Zukunft garantiert die Maßnahmen berücksichtigst, welche das gewünschte Ziel zur Folge haben. Der letztendliche Genuß des Ziels ist ein angenehmer Nebeneffekt, aber wird dich nicht lange befriedigen.

Zudem besteht die latente Gefahr, dass du die notwendigen Maßnahmen zum Erreichen des Ziels abstellst, sobald du das Ziel erreicht hast. Dies ist der Fall, wenn du nicht die Arbeit sondern das Ziel selbst als Haupt-Glücksfaktor bestimmst. Die Folge ist, dass dir dein erreichtes Ziel aus den Händen gleitet. Und damit ein Großteil der Arbeit umsonst sein könnte.

 

Wachse als Person und dein Glück wächst mit dir

Sorge dafür, dass du als Person wächst und dich ständig weiterentwickelst. Mache es zum Mantra. Nur so kannst du langfristig eine glückliche Person werden, egal auf welchem Level du dich momentan befindest. Um nochmal auf das Beispiel mit dem Einkommen zurückzukommen: Mach dir bewusst, dass nicht das Ziel selbst, sondern der Weg dahin erfüllend und erstrebenswert ist. Sonst bindest du dich emotional an bestimmte Maße und materielle Werte und endest in der negativen Vergleichsspirale.

Erkenne Bessere für ihre Leistung an und benutze sie gerne als Vorbilder, sofern sie deinem Ideal entsprechen. Sofern sie nicht deinem Ideal entsprechen, lasse dich nicht von ihnen verunsichern und verurteile sie nicht.

 

Sei dir der Vielfalt innerhalb der Szene bewusst

Bedenke, dass sie eigene Vorstellungen von Perfektion haben, die womöglich stark von deinen abweichen. Ebenso solltest du weniger Fortgeschrittene nicht heruntermachen, wenn sie in deinen Augen nicht perfekt sind. Sie sind auf ihrer eigenen Reise und haben vielleicht schon große Fortschritte gemacht. Dabei haben sie vielleicht viel schwierigere Startvorraussetzungen gehabt, als du. Bedenke das, wenn du das nächste Mal einen Kommentar bei Facebook hinterlässt. Und bedenke, dass du auch einmal am Anfang standest.

Während manche klassisches Bodybuilding betreiben und wirklich maximalen Muskelaufbau, vielleicht sogar unter Einsatz von Steroiden, anstreben, finden sich andere in der „Aesthetic“ -Szene wieder. Hier gelten völlig unterschiedliche Maßstäbe. Wieder andere wollen garnicht „auf die Bühne gehen“ und einfach nur gut in Form sein. Jeder sollte den anderen Anerkennen und für seine Fortschritte respektieren und nicht seine eigenen Maßstäbe auf den Anderen projezieren.

Schau nur auf dich und konzentriere dich auf den Weg und die nötige Arbeit selbst, nicht das Ziel. Benutze erfolgreiche Menschen als Vorbild und lasse dich nicht von ihnen einschüchtern. Sie beweisen dir, dass es möglich ist. So kannst du langfristig glücklich sein und gleichzeitig deine Ziele erreichen.

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